Beratung & Hilfe / Broschüre

Die richtige Ernährung bei Rheuma

Die Broschüre „Die richtige Ernährung bei Rheuma“ der Deutschen Rheuma-Liga, verfasst von Prof. Dr. Gernot Keyßer und mit kulinarischen Tipps von Oecotrophologin Christa Dahm, bietet eine umfassende Orientierung für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen. Sie betont, dass die Ernährung eine wichtige Ergänzung zur medikamentösen Therapie darstellt, um Begleiterkrankungen positiv zu beeinflussen und das Lebensgefühl zu verbessern, wobei jedoch keine Diät die ärztliche Behandlung ersetzen kann.

Broschürencover mit einem Teller Lachs und Gemüse, Titel: 'Die richtige Ernährung bei Rheuma', herausgegeben von der Deutschen Rheuma-Liga.

Die Broschüre erläutert, dass der Begriff „Rheuma“ viele verschiedene Krankheitsbilder umfasst, von nicht-entzündlichen, durch Abnutzung bedingten Leiden bis hin zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Gicht-Arthritis, die als Stoffwechselerkrankung durch eine gezielte Ernährungsumstellung günstig beeinflussbar ist. Dabei wird hervorgehoben, dass „Diät“ im ursprünglichen Sinne eine umfassende Lebensweise inklusive Bewegung und Genussmittel bedeutet.

Es werden verschiedene Aspekte der Ernährung beleuchtet, darunter der Einfluss des Mikrobioms, die Bedeutung von Fettverbindungen mit entzündungshemmenden oder -fördernden Eigenschaften und die Rolle spezifischer Nahrungsmittel. Die Broschüre gibt Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Nüssen und Ballaststoffen, betont die Notwendigkeit, stark gesüßte Getränke und Weizenmehlprodukte zu vermeiden, und rät zur Stärkung der Abwehrkräfte durch einen gesunden Lebensstil. Zudem werden Nahrungsmittel mit antirheumatischer Wirkung wie Omega-3-Fettsäuren und einfach ungesättigte Fettsäuren vorgestellt.

Abschließend gibt die Broschüre von Prof. Dr. Keyßer und Christa Dahm praktische Tipps für den Alltag, von gelenkschonendem Einkaufen und Kochen (mit Beiträgen von Christiane Wendel) bis hin zur kritischen Betrachtung von Nahrungsergänzungsmitteln, und bietet Rezeptideen für eine schmackhafte Ernährung. Sie unterstreicht die Bedeutung der Deutschen Rheuma-Liga als Anlaufstelle für Betroffene und ermutigt dazu, die vielfältigen Unterstützungsangebote zu nutzen.

Häufige Fragen & Antworten

Kann man durch die Ernährung rheumatischen Erkrankungen vorbeugen?

Nicht direkt, aber eine gesunde Lebensweise, einschließlich einer ausgewogenen Ernährung, kann das Risiko beeinflussen. „Rheuma“ ist ein Oberbegriff für viele Krankheitsbilder. Eine spezielle „Rheuma-Diät“ gibt es nicht, aber eine ausgewogene Ernährung kann die medikamentöse Behandlung unterstützen, das Lebensgefühl verbessern, Gelenkschmerzen lindern und den Schmerzmittelverbrauch reduzieren. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Gelenke zusätzlich belastet. Insbesondere für Gicht kann eine Ernährungsumstellung sehr hilfreich sein.

Das Mikrobiom, die Gesamtheit der Mikroorganismen im und am Körper, besonders im Darm, wird intensiv erforscht. Unterschiede im Mikrobiom aufgrund unterschiedlicher Ernährungsweisen könnten rheumatische Erkrankungen beeinflussen. Störungen des Mikrobioms könnten rheumatische Erkrankungen unterhalten oder auslösen.

Ja, eine Ernährungsumstellung kann unterstützend wirken. Bei rheumatoider Arthritis können Omega-3-Fettsäuren (aus Fischöl) Gelenkschmerzen und -schwellungen verringern. Eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht entlastet die Gelenke. Die Ernährungsumstellung sollte jedoch die medikamentöse Therapie nicht ersetzen.

Themen:

Rheumatismus/rheumatischer Formenkreis, Arthritis, Arthrose, Osteoporose, Rheumatoide Arthritis, Spondyloarthritiden/Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew), Gicht-Arthritis, Purine, Diät, Mikrobiom, Omega-3-Fettsäuren, Antirheumatische Wirkung, Nahrungsergänzungsmittel, Probiotika, Entzündungshemmende Medikamente

Seiten: 44
Herausgeber: Rheuma-Liga Bundesverband
Autoren: Prof. Dr. Keyßer und Christa Dahm

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