Fibromyalgie ist eine komplexe Erkrankung, die sich nicht auf „ein Symptom“ reduzieren lässt: chronische Schmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme belasten viele Betroffene im Alltag – oft begleitet von der Erfahrung, nicht immer sofort verstanden zu werden. Genau deshalb braucht es gute Informationen, alltagstaugliche Strategien und den Austausch mit Menschen, die ähnliche Wege gehen.
Im ersten Teil gibt Prof. Hammer einen verständlichen Überblick über das Krankheitsbild Fibromyalgie: aktuelle Erkenntnisse, typische Beschwerden, Abgrenzung zu anderen Erkrankungen sowie sinnvolle Behandlungsansätze. Im Anschluss ist Zeit für Fragen aus der Gruppe.
Am Wochenende geht es dann bewusst praktisch weiter: In einer Einheit Hockeryoga lernen Sie sanfte, gelenkschonende Übungen kennen, die helfen können, den Körper wieder besser wahrzunehmen und Beweglichkeit sowie Stabilität behutsam zu fördern. Ergänzend werden in einem Block zur Physiotherapie konkrete Ansätze gezeigt, wie Bewegung und körperliche Aktivität im Rahmen der individuellen Belastbarkeit gestaltet werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Sozialrecht: Welche Leistungen und Unterstützungswege gibt es (z. B. Reha, Grad der Behinderung, Nachteilsausgleiche)? Was ist im Antragsprozess wichtig – und wo lauern typische Stolpersteine?
Ergänzend geht es um Selbstmanagement. Dabei werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Betroffene aktiv mit ihrer Erkrankung umgehen können – etwa im Umgang mit Belastungsgrenzen, Schmerzen, Fatigue und der Organisation des Alltags.
Der Austausch mit anderen Betroffenen und die Information über die Selbsthilfeangebote der Rheuma-Liga NRW runden das Wochenende ab.
Der persönliche und vertrauensvolle Austausch mit anderen Betroffenen sowie die Information über die Selbsthilfeangebote der Rheuma-Liga NRW ziehen sich als roter Faden durch das gesamte Seminar.
Seminarzeiten: Samstag 10:00 -18:00 Uhr, Sonntag 09:30- ca. 14:00 Uhr