Rheuma – was nun?
Rheuma ist ein Sammelbegriff für entzündliche und degenerative Krankheiten mit unterschiedlichen Symptomen und Verläufen. In Fachkreisen spricht man von etwa 100 unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen, die den Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, Bänder, Muskelhüllen …) angreifen, Schmerzen hervorrufen, Einschränkungen von Bewegungen verursachen, auch innere Organe, wie Herz, Lunge, Leber, bis hin zu Blutgefäßen mit erkranken lassen können.
Rheuma kann jeden treffen: Männer und Frauen, junge und alte Menschen ebenso wie Kinder und Jugendliche. Rheumatische Erkrankungen gab es schon immer und in allen Kulturen.
Unsere Angebote und Hilfen richten sich daher an alle Diagnose- und Altersgruppen. Unser besonderes Augenmerk gilt rheumakranken Kindern, Jugendlichen und deren Familien.
Fragen und Antworten
Wie äußern sich einzelne rheumatische Erkrankungen?
Es gibt eine Vielzahl rheumatischer Erkrankungen:
Sie äußern sich durch Entzündungen in Muskeln, Gelenken oder der Wirbelsäule, wie z.B. bei der Rheumatoiden Arthritis, der Schuppenflechten-Arthritis und dem Morbus Bechterew. Sie können auch Organe angreifen, wie z.B. bei den Kollagenosen und den Vaskulitiden. Sie können als Mischformen auftreten, wie z.B. beim Sharp-Syndrom oder dem Sjögren-Syndrom. Sie schwächen den Körper insgesamt, wie z.B. beim Weichteilrheumatismus (u.a. der Fibromyalgie) oder sie entstehen durch Abnutzung der Gelenkknorpel, wie z.B. bei den Arthrosen.
Kann Rheuma jeden treffen?
Rheuma kann jeden treffen: Männer und Frauen, junge und alte Menschen ebenso wie Kinder und Jugendliche. Rheumatische Erkrankungen gab es schon immer und in allen Kulturen.
Unsere Angebote und Hilfen richten sich daher an alle Diagnose- und Altersgruppen. Unser besonderes Augenmerk gilt rheumakranken Kindern, Jugendlichen und deren Familien. Mehr Informationen hierzu findest Du in unserem Elternportal.
In unseren Broschüren findest Du auch Publikationen zu Rheuma im Kindesalter und die wichtigsten Merkblätter auch in englischer, türkischer oder russischer Sprache.
Darum ist eine frühe Diagnose entscheidend
Rheuma hat viele Gesichter und ist oft schwer zu erkennen. So können starke Schmerzen beim Gehen, Sitzen oder Liegen bereits auf eine rheumatische Erkrankung hindeuten.
Die schnelle und eindeutige Diagnose ist daher Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie! Rheumatolog*innen können heute zwar Symptome der Krankheit behandeln, doch die Ursachen sind noch immer nicht vollständig erforscht. Die Mehrzahl der rheumatischen Erkrankungen ist noch immer nicht heilbar. Mit einer rechtzeitig einsetzenden Therapie können jedoch schlimme Entwicklungen gebremst werden. Wer früh genug die Anzeichen einer Rheuma-Erkrankung bemerkt und rechtzeitig gezielte Hilfe erhält, hat gute Aussichten, sein Leben trotz Rheuma gut zu bewältigen.
Doch wie kann man erkennen, ob es sich um Rheuma handelt oder nur um eine steife Schulter? Welche Anzeichen gibt es? Welche Signale weisen auf die Krankheit hin? Eine erste Übersicht geben findet sich unter der Rubrik Broschüren das Merkblatt und die Broschüre „Früher ist besser“.
„Bin ich rheumagefährdet?“ Eine erste Antwort gibt der RheumaCheck.
Hat Rheuma soziale Folgen?
Viele rheumatische Erkrankungen verlaufen chronisch. Für die betroffenen Menschen bedeutet das, auf Dauer mit ihren rheumatischen Beschwerden und den daraus resultierenden Behinderungen leben zu müssen. Rheuma verändert das Leben der Betroffenen ebenso wie das ihres sozialen Umfeldes, z.B. in Beruf, Familie, Partnerschaft und Freizeit.
Die Deutsche Rheuma-Liga NRW bietet Dir die Begegnung mit Menschen, die bereits Erfahrungen im Umgang mit der Erkrankung gemacht haben. Seminare, auch für Paare, informieren und unterstützen. Unsere Publikationen geben Dir einen Überblick über soziale Fragen und Rechte.
Seltene Rheumatische Erkrankungen
Neben bekannten Rheumaformen wie Arthrose und rheumatoider Arthritis gibt es noch Hunderte von anderen Rheuma-Varianten, von denen die meisten sehr selten auftreten. Als selten gilt eine Erkrankung, wenn sie bei weniger als 0,05 % der Bevölkerung vorkommt, also wenn höchstens 5 von 10.000 Menschen daran erkranken.
Menschen mit seltenen rheumatischen Erkrankungen haben oft einen langen Weg hinter sich, bis sie eine Diagnose haben. Eine spezielle Beratung und Information zu unseren besonderen Angeboten bekommst Du unter seltene@rheuma-liga-nrw.de
Beim Systemischen Lupus erythematodes und der Sklerodermie geben Euch auch unsere Schwesterorganisationen, die Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft und die Sklerodermie Selbsthilfe, gern Auskunft.
Gesprächskreis Vaskulitis und Sjögren
Neue Teilnehmende sind immer willkommen.
Der Gesprächskreis Vaskulitis trifft sich an jedem 4. Donnerstag im Monat um 17.30 Uhr im Rheumazentrum Herne, Claudiusstr. 45, 44649 Herne
Der Gesprächskreis Sjögren-Syndrom trifft sich am 1. Mittwoch im Monat von 14:00-16:00 Uhr in Remscheid.
Bitte telefonisch anmelden unter Tel: 01578-1063354.
Sjoegren-Syndrom@web.de


Rheuma hat viele Gesichter und ebenso viele Namen. Die Deutsche Rheuma-Liga NRW weiß Rat: Unser breites Angebot soll Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung das Leben erleichtern. Es gibt in Nordrhein-Westfalen flächendeckend Selbsthilfegruppen der Deutschen Rheuma-Liga, die Arbeitsgemeinschaften. Diese beraten, bieten Austausch, Information und Begegnung, schaffen Bewegungsangebote und treten für die Interessen rheumakranker Personen ein.