Wir bieten Ihnen die richtigen Informationen … auch für Ihre Fachgruppe
Wir geben Ihnen unabhängige Informationen für Sie, Ihre Patient*innen, Versicherten, Studierende oder Schüler:innen.
Wenn Sie sich als Ärztin oder Arzt über unsere Unterstützungsmöglichkeiten für Sie und Ihre Patient*innen oder über Verordnungen zum Funktionstraining informieren wollen oder sich als Medizinische*r Fachangestellte*r informieren wollen, wie Sie Rheumabetroffenen weiterhelfen können:
Informationen für Hausärzt*innen
Wir haben hier Informationen zusammengestellt, wie Sie in Ihrer Hausarztpraxis Ihren Patient*innen mit Rheuma helfen können – von der Diagnose bis zur Anleitung, wie man Funktionstraining verordnen kann.
Informationsmaterial
Sie möchten Informationsmaterial über Rheuma in Ihrer Praxis auslegen oder mit einem Plakat auf die Angebote der Deutschen Rheuma-Liga NRW hinweisen?
Gerne senden wir Ihnen kostenlos die benötigte Menge zu, freuen uns aber über jede Spende!
Wir empfehlen als Erstinformation:
- Rheuma hat viele Gesichter
- Was ist Rheuma?
- Früher ist besser
- Arthrose-Wir helfen weiter
Die Deutsche Rheuma-Liga hält Informationsmaterial zu unterschiedlichen Diagnosen und Lebenssituationen für Patient*innen bereit. Eine Übersicht finden Sie hier.
Auch für Patient*innen mit anderer Muttersprache gibt es dort grundlegende Informationen in englischer, russischer und türkischer Sprache – weil Rheuma keine Grenzen kennt!
Wenn Sie als als Mitarbeitende*r einer Krankenkasse Fragen zum Funktionstraining haben oder einer Versicherten oder einem Versicherten Informationen zu Hilfen zur Selbsthilfe geben möchten:
Was ist Funktionstraining?
Wir haben alle Informationen zum Funktionstraining hier zusammengestellt. Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!
Abrechnung der Therapie
Unabhängig vom Genehmigungszeitraum (12 oder 24 Monate) rechnet die Deutsche Rheuma-Liga NRW während der gesamten Dauer der Therapie zweimal ab. Die Abrechnungstermine sind im Januar und im Juli jeden Jahres. Es werden jeweils Pauschalen für einen Zeitraum von sechs Monaten abgerechnet.
Genehmigung für 12 Monate
Die erste Abrechnung erfolgt zum erstmöglichen Abrechnungstermin nach Beginn der Therapie mit einer Pauschale je Therapieart. Die zweite Abrechnung erfolgt zum nächstmöglichen Abrechnungstermin nach Beendigung der Therapie mit einer Pauschale je Therapieart.
Genehmigung für 24 Monate
Die erste Abrechnung erfolgt zum zweitmöglichen Abrechnungstermin nach Beginn der Therapie mit zwei Pauschalen je Therapieart.
Die zweite Abrechnung erfolgt zum nächstmöglichen Abrechnungstermin nach Beendigung der Therapie mit zwei Pauschalen je Therapieart.
Für die Abrechnung verwenden wir in NRW das mit allen Kassen vereinbarte Formular „Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse“. Dieses unterscheidet sich von bundesweiten Vereinbarungen!
Abrechnungsformular / Teilnahmebestätigung NRW
Auf den Abrechnungsabschnitten werden die Therapieart mit der Anzahl der Pauschalen und der Zeitraum der Teilnahme sowie der abzurechnende Gesamtbetrag eingesetzt. Der Teilnehmende und der/die Therapeut*in bestätigen mit ihrer Unterschrift die Teilnahme im Abrechnungszeitraum.
Wenn Sie als Lehrer*in eine*n Schüler*in haben, die oder der eine rheumatische Erkrankung hat oder in einer Ausbildungsstätte für Physio- oder Ergotherapeut*innen, für Kranken- oder Altenpfleger*innen oder Arzthelfer*innen lehren und Informationen zu rheumatischen Erkrankungen in den Unterricht einbinden möchten:
Rheuma hautnah
Der Startschuss für das neue Projekt „Rheuma hautnah“, das von Dr. Sandra Bachmann, Professorin für pflegerische Versorgung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien an der hsg Bochum, geleitet und von Jens Riede als wissenschaftlichem Mitarbeiter begleitet wird, fiel mit der konstituierenden Sitzung der Projektbeteiligten der hsg Bochum und der Deutschen Rheuma-Liga NRW. Die Deutsche Rheuma-Liga NRW war vertreten durch Elisabeth Stegemann-Nicola, die selbst von einer rheumatischen Erkrankung betroffen und im Vorstand aktiv ist sowie sich ehrenamtlich als Beraterin für Rheumakranke engagiert, und dem Geschäftsführer Ulf Jacob. Das zweijährige Projekt wird gefördert von den AOKen NordWest und Rheinland/Hamburg.
Der rheumatische Formenkreis umfasst über 100 verschiedene rheumatische Erkrankungen. Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen (Quelle: Deutsche Rheuma-Liga). Ziel von „Rheuma hautnah“ ist es, von einer rheumatischen Erkrankung Betroffene zu schulen, damit sie Auszubildenden medizinischer Fachberufe ihr Erfahrungswissen in Vorträgen vermitteln und in den Ausbildungsstätten qualifiziert die Auswirkungen der Erkrankungsbilder des rheumatischen Formenkreises auf ihre Lebenswirklichkeit und auf Pflege- und Behandlungssituationen darstellen können. Die darauf zugeschnittenen Unterstützungsangebote der Deutschen Rheuma-Liga werden vorgestellt. Das Engagement der rheumakranken Menschen wird ehrenamtlich erfolgen.
„Die Expertise von Betroffenen mit einer rheumatischen Erkrankung stellt nicht nur eine wichtige Säule für andere Betroffene dar, sondern ist auch in der Ausbildung und im Studium der Gesundheitsfachberufe von Bedeutung“, erklärt Jens Riede.
Diese besondere Bedeutung konkretisiert Elisabeth-Stegemann-Nicola als „Weitergabe des Expertenwissens von Betroffenen, um die Auszubildenden für die besonderen Bedürfnisse rheumakranker Menschen zu sensibilisieren und damit langfristig deren therapeutische und pflegerische Versorgung zu verbessern“.
Kontakt: Deutsche Rheuma-Liga NRW, Kirstin Schütz, schuetz@rheuma-liga-nrw.de
Für Lehrende
Nach internationalen Schätzungen ist eins von 1000 Kindern von einer chronischen rheumatischen Erkrankung betroffen. Die rheumakranken Kinder und Jugendlichen machen daher nur einen kleinen Teil des etwa
10 %-igen Anteils der chronisch kranken Schülerinnen und Schüler aus. Gerade aus diesem Grund ist die Kenntnis über die Besonderheiten dieser mit vielen Vorurteilen behafteten Erkrankung wichtig. Denn für Außenstehende ist meist nicht sichtbar, welche großen Hürden die erkrankten Kinder und Jugendlichen überwinden müssen.
Die rheumatische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen (Juvenile Idiopathische Arthritis – JIA) ist eine schwere Autoimmunerkrankung, die schubweise verläuft. Gute und schlechte Phasen wechseln sich nicht berechenbar ab. Die Erkrankung greift tief in den Alltag einer betroffenen Familie ein und bedarf einer langwierigen Behandlung. Nur hochwirksame Medikamente ermöglichen es, schwere rheumatische Schübe zu verhindern oder sie wenigstens hinauszuzögern oder abzumildern. Die erkrankten Kinder und Jugendlichen haben mit den Nebenwirkungen der Medikamente zu kämpfen, mit Krankheitsgefühl, mit Bewegungseinschränkungen und Gelenkzerstörung, oft mit einer Sehbehinderung, vor allem aber mit Schmerzen.
Alle Kinder und Jugendlichen möchten innerhalb ihrer Bezugsgruppe nicht auffallen oder durch eine Besonderheit herausragen. Zu den Folgen des Krankheitsbildes gehören jedoch immer wiederkehrende, oft hohe, in jedem Fall aber unregelmäßige Fehlzeiten während der gesamten Schulzeit. Dies macht den Umgang mit Rheuma in der Schule nicht gerade einfach. Doch eine positiv verlaufende schulische Ausbildung ist gerade für chronisch kranke junge Menschen wichtig, denn ihre berufliche Perspektive kann gegenüber gesunden Schülerinnen und Schülern stark eingeschränkt sein.
Angesichts des breiten Spektrums unterschiedlichster Voraussetzungen und Einschränkungen muss für Schülerinnen und Schüler mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen oder Benachteiligungen ein Nachteilsausgleich individuell nach den jeweiligen Erfordernissen in Absprache mit den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern gewährt werden. Es reicht keinesfalls aus, bei Prüfungen lediglich eine Zeitzugabe zu gewähren. Wichtig ist eine umfassende Förderung unter Berücksichtigung der individuellen Einschränkungen. Viele betroffene Schülerinnen und Schüler überspielen ihre Einschränkungen und benennen sie nicht, um nicht aufzufallen. So kann es schnell zu teils erheblichen Überforderungen kommen. Einen ersten Eindruck Ihrer Möglichkeiten erhalten Sie über die Liste der Nachteilsausgleiche, die hierfür Beispiele nennt. Darüber hinaus ist es jedoch wünschenswert, bei allen Schülerinnen und Schülern mit einer rheumatischen Erkrankung individuell zu prüfen, welche besonderen Erfordernisse und Anpassungen für eine Normalisierung und Erleichterung des Schulalltags notwendig sind.
Wenn Sie weitere Informationen oder praktische Unterstützung wünschen, berät gern unsere Fachkraft Annelie Schütte.
Die Deutsche Rheuma-Liga hält Informationsmaterial zu unterschiedlichen Diagnosen und Lebenssituationen für Betroffene bereit.
Für Dozent*innen
Sie sind Dozent:in oder Ausbildender:in und möchten Ihren Studierenden bzw. Schüler:innen die Rheumatologie näher bringen?
Die Deutsche Rheuma-Liga hält Informationsmaterial zu unterschiedlichen Diagnosen und Lebenssituationen für Betroffene bereit. Gerne senden wir Ihnen kostenlos Informationsmaterial zu, freuen uns aber über jede Spende!
Wir klären dann mit gern gemeinsam, welches Material für Ihren Unterricht sinnvoll ist. Da uns viele derartiger Anfragen erreichen, haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir Ihnen die Broschüren nicht als Klassensatz, sondern nur als Kopiervorlage zur Verfügung stellen können.
Patient Partners
Geschulte Patient*innen als Partner in der Aus- und Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten – das ist die Idee des Patient-Partners-Projektes, das die Deutsche Rheuma-Liga zusammen mit der Arthritis Action Group – einem Zusammenschluss von Rheumatolog*innen – und der Firma Pfizer im Jahr 2007 in Deutschland gestartet hat.
Die geschulten Patient*innen stellen ihre Hände zum Abtasten zur Verfügung und zeigen Ärzt*innen und Medizinstudent*innen, wie man eine rheumatische Hand richtig untersucht, worauf Ärzt*innen zu achten haben und was man über Betroffene und deren Leben mit Rheuma wissen sollte. In einer Kleingruppe von ca. fünf Ärzt*innen übernimmt der/die geschulte Patient*in die Rolle eines Trainers. Sie stellt sich kurz vor und schildert ihre ganz persönliche Geschichte mit der rheumatischen Erkrankung: wie die Krankheit ausgebrochen ist, wann sie diagnostiziert wurde, welche Behandlungen sie schon hinter sich hat, wie es ihr im Moment geht, welche Medikamente sie einnimmt und welche Einschränkungen die Erkrankung im alltäglichen Leben mit sich bringt. Danach fordert sie in einem Rollenspiel die Ärzt*innen auf, neu betroffene Patient*innen mit Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung zu untersuchen und die entsprechenden Fragen zu stellen. Immer wieder gibt sie den Teilnehmenden Rückmeldungen, was gut gemacht wurde, was man verbessern kann und welche Frage noch wichtig wäre.
Für die Ärzt*innen ist das eine Gelegenheit, im kleinen persönlichen Rahmen das Abtasten zu erproben und einem Betroffenen Fragen zu stellen, die man als Mediziner*in den eigenen Patient*innen vielleicht nicht stellen würde. Unsere geschulten Patient*innen übernehmen mit ihrer Erkrankung und ihren persönlichen Fähigkeiten eine positive und wichtige Rolle, um zur Verbesserung der rheumatologischen Versorgung beizutragen.
Eine Vielzahl der geschulten Patient*innen mit verschiedenen rheumatischen Erkrankungen kann für die medizinische Fort- und Weiterbildung und für Vorträge in Kranken- und Pflegeschulen angefragt werden. Als Aufwandsentschädigung bitten wir um die Übernahme der Fahrtkosten der Patient Partners und um eine Spende an deren örtliche Arbeitsgemeinschaft.
Wenn Sie als Mitarbeitende:r eines Rentenversicherungsträgers oder einer Rehabilitationsklinik Fragen zum Funktionstraining haben, einer Versicherten oder einem Versicherten nähere Informationen zu Rheuma und zu Angeboten der Selbsthilfe geben möchten:
Infos Funktionstraining
Die Deutsche Rentenversicherung genehmigt das Funktionstraining als ergänzende Leistung nach § SGB IX, um das Ziel der Rehabilitation zu erreichen und zu sichern.
Das Funktionstraining kann im Anschluss an eine Maßnahme der medizinischen Rehabilitation wohnortnah in einer der Arbeitsgemeinschaften der Deutschen Rheuma-Liga NRW erfolgen, wenn die Notwendigkeit der Durchführung von Funktionstraining von der Ärztin/dem Arzt der Rehabilitationseinrichtung festgestellt wurde. Das Funktionstraining muss innerhalb von drei Monaten nach Beendigung der Leistung zur medizinischen Rehabilitation beginnen. Daher sollte sich die/der Versicherte unmittelbar nach Beendigung der Rehabilitationsmaßnahme mit den Mitarbeitenden der örtlichen Arbeitsgemeinschaft in Verbindung setzen, um einen Termin zu vereinbaren.
Einheitlicher Verordnungsvordruck der DRV
Die Deutsche Rentenversicherung teilt mit, dass ab sofort der bundeseinheitliche Verordnungsvordruck G850 eingesetzt wird. Es gibt damit keine unterschiedlichen Formulare der Deutschen Rentenversicherung Bund, -Westfalen oder -Rheinland mehr.
Bitte beachten Sie, dass mit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland und Westfalen in NRW Pauschalen mit der Deutschen Rentenversicherung Bund jedoch die Abrechnung nach Einzelteilnahmen vereinbart wurden. Händigen Sie den Versicherten daher immer den kompletten Formularsatz einschließlich des Merkblattes G852 aus, in dem beide Abrechnungsunterlagen für die Arbeitsgemeinschaft vorhanden sind. Achten Sie wegen der unterschiedlichen Abrechnungsmodalitäten auch darauf, dass hervorgeht, bei welchem Rentenversicherungsträger die/der Versicherte versichert ist. Sie erleichtern den Ehrenamtlichen in unseren Arbeitsgemeinschaften damit die Arbeit und ersparen Ihren Versicherten doppelte Wege.
Vertragliche Grundlage
Grundlage zur Durchführung des Funktionstrainings ist die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 01.10.2003 in der Fassung vom 01.01.2011 und die Vereinbarungen, die die Deutsche Rheuma-Liga NRW mit den Verbänden der Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern abgeschlossen hat.
Was ist Funktionstraining?
Wir haben alle Informationen zum Funktionstraining hier zusammengestellt. Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!
Wenn Sie als Apotheker:in Ihre Kunden informieren wollen:
Informationsmaterial
Sie möchten Informationsmaterial über Rheuma in Ihrer Apotheke auslegen, ein Schaufenster zum Thema Rheuma gestalten oder mit einem Plakat auf die Angebote der Deutschen Rheuma-Liga NRW hinweisen?
Gerne senden wir Ihnen kostenlos die benötigte Menge zu, freuen uns aber über jede Spende!
Wir empfehlen als Erstinformation:
- Rheuma hat viele Gesichter
- Was ist Rheuma?
- Früher ist besser
- Arthrose – Wir helfen weiter
Broschüren für Patient*innen
Die Deutsche Rheuma-Liga hält Informationsmaterial zu unterschiedlichen Diagnosen und Lebenssituationen für Patient*innen bereit. Eine Übersicht finden Sie hier.
Auch für Patient*innen mit Migrationshintergrund gibt es dort grundlegende Informationen in englischer, russischer und türkischer Sprache – weil Rheuma keine Grenzen kennt!